Seit rund vier Monaten läuft am Stützpunkt Ostbevern der Trainingsbetrieb im
Rahmen des neuen Talentförderkonzeptes des Deutschen Fußball-Bundes auf
vollen Touren. "Die Bedingungen in Ostbevern sind hervorragend, aber das war
uns ja von vornherein klar", erinnert Rolf Ortwein an die Kriterien, die bei
der Suche nach einem geeigneten Trainingsort gestellt worden waren. Der
Münsteraner zeichnet gemeinsam mit Axel Wiening und Thomas Fuchtmann für die
Ausbildung der talentiertesten Nachwuchskicker im Fußballkreis
Münster-Warendorf verantwortlich. Sie sind beim DFB als Honorarkräfte
beschäftigt.
Die gute Zusammenarbeit mit dem BSV Ostbevern wird von Rolf Ortwein
ausdrücklich betont. "Wenn überhaupt einmal kleinere Probleme auftauchen,
werden diese stets umgehend behoben," freut sich der Trainer über die
funktionierende Kooperation. "Wir sind sehr zufrieden."
Auch die Tatsache, dass die meisten Spieler aus dem Raum Münster kommen und
jeden Montag zum Training nach Ostbevern fahren müssen, findet Rolf Ortwein
nicht weiter tragisch. Im Gegenteil: "Die Jungs haben Fahrgemeinschaften
gebildet und sich zum Teil sogar angefreundet. Dadurch hat sich das
Verhältnis untereinander auch über die Vereinsgrenzen hinweg deutlich
verbessert", gewinnt Ortwein dem Pendelverkehr zwischen der
Westfalenmetropole und Ostbevern positive Aspekte ab.
Das Trio Axel Wiening, Thomas Fuchtmann, Rolf Ortwein zeigt sich mit dem
bisherigen Verlauf des Stützpunkttrainings mehr als zufrieden. "Alle ziehen
wunderbar mit und sind mit viel Engagement bei der Sache", spricht Ortwein
den 30 D-Jugendlichen und 24 C-Junioren ein gutes Zeugnis aus. "Durch das
gezielte Training in den Bereichen Technik, Taktik und
Bewegungsgeschicklichkeit sowie durch die Förderung des Spielverständnisses
haben die Jungs bereits tolle Fortschritte gemacht, wie man unschwer in den
erfolgreichen Vergleichsspielen mit anderen Kreisen erkennen konnte", erklärt
der A-Lizenz-Inhaber Rolf Ortwein. Das führt er vor allem darauf zurück, dass
die Jugendlichen in überschaubaren Gruppen gemeinsam mit gleichstarken oder
besseren Spielern trainieren.
Allerdings zählt für Rolf Ortwein und seine Kollegen nicht nur die Leistung
auf dem Platz. "Wenn die Leistungen in der Schule nicht stimmen, kommt für
die Jungs natürlich auch kein Stützpunkttraining in Frage." (Quelle für
vorstehenden Informationen: "Die Glocke", Warendorf, Ausgabe vom 15. Januar
2003.)